Klaus Ensikat
Personenfoto: Klaus Ensikat
1937 geboren, studierte an der Berliner Hochschule für angewandte Kunst. Er war Professor an der Fachhochschule für Gestaltung in Hamburg. 1996 wurde er mit dem Hans Christian Andersen-Preis ausgezeichnet.

Jurybegründung

Klaus Ensikat hat mit mehr als hundert illustrierten Büchern nicht nur ein imponierend umfangreiches Œuvre als Buchkünstler geschaffen, er bleibt vor allem immer dem eigenen - ästhetisch hohen - Anspruch treu. Vom Initial bis zum Bild, von der Kalligraphie bis zur Vignette, vom gestalteten Vorsatzpapier bis zum Schlußornament entwirft

Ensikat Gesamtkompositionen, die Illustration nicht als bloßes Dekor begreifen, sondern als kongeniale Gestaltung zum Text. Nicht Abklatsch, sondern Interpretation, die dem Betrachter noch genügend Spiel- und Denkraum läßt.

Ensikat gelingt es mit filigranzarter Feder zu zaubern - Realität und Phantastik. Unbestechlich durch Trends und Moden bleibt Ensikats Stil unverwechselbar. Ob zärtlich, grotesk, surreal, komisch, sachlich streng oder absurd: immer haben Ensikats Bilder Perfektion. Ensikat hat sich nicht auf Kinderliteratur und Bilderbuch beschränken lassen. Karikatur, Plakat, Satire, Blätter für Magazine und Zeitschriften haben einen wichtigen Platz im Gesamtwerk.

Klaus Ensikat wurde 1937 in Berlin geboren. Nach einer Lehre als Schaufensterdekorateur studierte er an der Fachhochschule für angewandte Kunst, arbeitete dann in einem Atelier als Gebrauchsgrafiker und unterrichtete als Lehrer an der Fachhochschule. Seit 1965 lebt er als freier Künstler in Berlin. Seine ersten Arbeiten sind vor allem satirisch karikaturistisch geprägt. Es folgen Kinderbücher (Tolkien: Der kleine Hobbit, 1971; Könner: Die Hochzeit des Pfaus, 1972; Bletschacher: Tamerlan, 1973; Müller: Dalli, der Haifisch, 1978; Die Katze sitzt im Fliederbaum. Jahrbuch für Kinder, 1977; Könner: Kieselchen, 1976). Auffallend in seiner Stilentwicklung sind Melville: Taipi (1977) und Twain: Huckleberry Finns Abenteuer (1978). In den achtziger Jahren zeigt Von kühnen Räubern und Rebellen eine faszinierende Hinwendung zum Charakterportrait. Die aquarellierten Zeichnungen zur klassischen Sage von Daidalos und Ikaros (1984) sind phantastische Konstruktionen von Flugapparaten; Ensikats Federtechnik ist differenzierter als je zuvor. In den neunziger Jahren findet sein Zeichenstil mit Jeder nach seiner Art, Die Geschichte von den vier kleinen Kindern, die rund um die Welt zogen und Die Bremer Stadtmusikanten Glanzpunkte. Herausragend sind seine Schwarz-Weiß-lllustrationen zu Taschenbuchausgaben der Klassiker: Carroll, Dickens, E.T.A. Hoffmann, Poe, Tschechow und Gogol. Ensikat lehrt seit Sommer 1995 an der Fachhochschule für Gestaltung in Hamburg. Seine Buch-Kunst-Werke wurden mit Auszeichnungen und Ausstellungen national und international geehrt.

 

Sonderpreisjury 1995
Ute Blaich
Dr. Dietrich Grünewald
Dr. Jens Thiele

Auszeichnung des Jugendliteraturpreises

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