Die Autorin dieses autobiografischen Comics, Isabelle Maroger, lebt in Frankreich und begab sich für das Projekt auf eine Spurensuche in ihrer eigenen Familie. Ihre Mutter wurde in Norwegen geboren und im Alter von zwei Jahren von einem französischen Paar adoptiert. Erst als Erwachsene erfährt Isabelle, dass der Vater ihrer Mutter ein deutscher Soldat war, und dass die Mutter in einem Lebensborn-Heim zur Welt kam. Solche Heime wurden von den Nationalsozialisten...
in ganz Europa eingerichtet, um die Geburtenziffer „arischer“ Kinder zu erhöhen.
Maroger beginnt, ihre Familiengeschichte zu hinterfragen und freizulegen. Im Wechsel von Farbe und Schwarz-Weiß, von doppelseitigen Panoramen und kleinschrittigen Panels führt sie die Leser:innen durch die Zeitebenen. Silv Bannenberg hat diese persönliche Aufarbeitung mit dem sensibel eingesetzten Humor konsistent ins Deutsche übertragen. Mühelos schafft die Übersetzerin den Spagat zwischen Figurenrede und flankierenden Sachinformationen. Denn Maroger hat ihre eigene Identitätssuche mit fundierten Fakten zur NS-Rassenpolitik verwoben. Ein wichtiger Beitrag gegen das Vergessen.
Die Autorin dieses autobiografischen Comics, Isabelle Maroger, lebt in Frankreich und begab sich für das Projekt auf eine Spurensuche in ihrer eigenen Familie. Ihre Mutter wurde in Norwegen geboren und im Alter von zwei Jahren von einem französischen Paar adoptiert. Erst als Erwachsene erfährt Isabelle, dass der Vater ihrer Mutter ein deutscher Soldat war, und dass die Mutter in einem Lebensborn-Heim zur Welt kam. Solche Heime wurden von den Nationalsozialisten in ganz Europa eingerichtet, um die Geburtenziffer „arischer“ Kinder zu erhöhen.
Maroger beginnt, ihre Familiengeschichte zu hinterfragen und freizulegen. Im Wechsel von Farbe und Schwarz-Weiß, von doppelseitigen Panoramen und kleinschrittigen Panels führt sie die Leser:innen durch die Zeitebenen. Silv Bannenberg hat diese persönliche Aufarbeitung mit dem sensibel eingesetzten Humor konsistent ins Deutsche übertragen. Mühelos schafft die Übersetzerin den Spagat zwischen Figurenrede und flankierenden Sachinformationen. Denn Maroger hat ihre eigene Identitätssuche mit fundierten Fakten zur NS-Rassenpolitik verwoben. Ein wichtiger Beitrag gegen das Vergessen.