Cover: Sibiro Haiku 9783907277034

Sibiro Haiku

Jurga Vilė (Text),
Lina Itagaki (Illustration),
Saskia Drude (Übersetzung)


Baobab Books
ISBN: 978-3-907277-03-4
25,00 € (D) , 25,70 € (A)
Originalsprache: Litauisch
Nominierung 2021, Kategorie: Jugendbuch
Ab 13 Jahren

Jurybegründung

Sowjetische Truppen verschleppen 1941 ganze Familien aus Litauen nach Sibirien. Unter den Deportierten ist der achtjährige Algis. Jeder Tag wird im bitterkalten Winter zum Überlebenskampf. Aus Algisʼ kindlicher Perspektive wird das Leiden im Lager erzählt, gerade dieser Blickwinkel macht es überhaupt erst erträglich. Besonders ist der Zusammenhalt der Inhaftierten: Mit Humor und Solidarität entwickeln sie Gemeinsinn, trotzen so den unmenschlichen Bedingungen. Und sie haben...

noch ein geheimes Über-Lebensmittel: Kultur. Algisʼ Tante hat einen Haiku-Band mit ins Lager gebracht; die sparsamen Texte helfen gegen Verzweiflung. Und die Gefangenen gründen einen Chor; das gemeinsame Singen gibt ihnen Hoffnung. Das Schicksal endet zweigeteilt, denn nur die Kinder dürfen nach Litauen zurückkehren.

Jurga Vilė und Lina Itagaki entreißen ein bewegendes Kapitel europäischer Geschichte dem Vergessen. Ihre Graphic Novel zieht alle Register: Seite für Seite finden sich überraschende Bild-Text-Kombinationen voller Atmosphäre. Details, Farbgestaltung und Handlettering fügen sich zu einem bemerkenswerten Gesamtkunstwerk, das seine Wirkung in der Übersetzung von Saskia Drude auch im Deutschen entfaltet. Eine Geschichte, die ergreift und ermutigt.

Sowjetische Truppen verschleppen 1941 ganze Familien aus Litauen nach Sibirien. Unter den Deportierten ist der achtjährige Algis. Jeder Tag wird im bitterkalten Winter zum Überlebenskampf. Aus Algisʼ kindlicher Perspektive wird das Leiden im Lager erzählt, gerade dieser Blickwinkel macht es überhaupt erst erträglich. Besonders ist der Zusammenhalt der Inhaftierten: Mit Humor und Solidarität entwickeln sie Gemeinsinn, trotzen so den unmenschlichen Bedingungen. Und sie haben noch ein geheimes Über-Lebensmittel: Kultur. Algisʼ Tante hat einen Haiku-Band mit ins Lager gebracht; die sparsamen Texte helfen gegen Verzweiflung. Und die Gefangenen gründen einen Chor; das gemeinsame Singen gibt ihnen Hoffnung. Das Schicksal endet zweigeteilt, denn nur die Kinder dürfen nach Litauen zurückkehren.

Jurga Vilė und Lina Itagaki entreißen ein bewegendes Kapitel europäischer Geschichte dem Vergessen. Ihre Graphic Novel zieht alle Register: Seite für Seite finden sich überraschende Bild-Text-Kombinationen voller Atmosphäre. Details, Farbgestaltung und Handlettering fügen sich zu einem bemerkenswerten Gesamtkunstwerk, das seine Wirkung in der Übersetzung von Saskia Drude auch im Deutschen entfaltet. Eine Geschichte, die ergreift und ermutigt.

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Personen

Autorin

geboren 1977 in Vilnius/Litauen, studierte an der Universität Vilnius französische Philologie sowie Filmwissenschaft und Audiovisuelle Medien an der Sorbonne in Paris/Frankreich. Sie arbeitet als Autorin und Übersetzerin sowie als freie Journalistin.

Illustratorin

geboren 1979 in Kaunas/Litauen, studierte Anglistik und Literatur in Kaunas, Ökonomie in Japan sowie Grafische Kunst in Vilnius. Heute lebt sie als freischaffende Illustratorin und Designerin in Vilnius.

Übersetzerin

geboren 1968 in Niedersachsen, studierte baltische und slawische Sprachen und Übersetzung an der Universität Vilnius/Litauen. Heute lebt sie in den Niederlanden.

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