Literatur, die etwas wagt
Die Nominierungen für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2026 bestärken junge Menschen darin, der Welt und ihren Herausforderungen zu begegnen
Am 19. März 2026 wurden auf der Leipziger Buchmesse die Nominierungen für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2026 verkündet. Anlässlich des 70-jährigen Preisjubiläums eröffnete Staatssekretärin Dr. Petra Bahr, Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die Veranstaltung und betonte die Innovationskraft und Unabhängigkeit des Preises. Für die diesjährige Auszeichnung gehen 31 Kinder- und Jugendbücher ins Rennen.
„Die Nominierungen für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2026 stehen für Literatur, die etwas wagt. Sie sind ästhetisch anspruchsvoll und inhaltlich aufwühlend – und machen dennoch Lust, immer weiterzulesen. Bücher, die das schaffen, stärken nicht nur junge Menschen. Sie stärken die Demokratie“, so der Vorsitzende des Arbeitskreises für Jugendliteratur Prof. Dr. Jan Standke.
Die Kritikerjury unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Iris Kruse hat rund 530 Einreichungen gesichtet und jeweils sechs Titel in den Sparten Bilder-, Kinder-, Jugend- und Sachbuch nominiert. Diese Bücher machen Kindern und Jugendlichen Mut, der Welt nicht auszuweichen. Sie beleuchten historische und gesellschaftliche Zusammenhänge oder verknüpfen auf magische Weise Realität und Phantasie. In Wort und Bild weiten sie die Perspektive junger Leser:innen und bieten die Chance, in neue Erfahrungsräume einzutauchen.
Die Leseclubs der Jugendjury haben sich durch rund 200 Bücher gearbeitet und sechs Favoriten gewählt. Realitätsnah erzählen diese – mal fiktional, mal autobiografisch – von einem steinigen Weg heraus aus der Magersucht, von einer Kindheit mit Migrationsgeschichte oder auch von den Gefahren der sozialen Medien. Mit dem hochaktuellen Titel Badjens (Orlanda), der jungen Frauen im Iran eine Stimme gibt, und dem ebenso aufrüttelnden Roman The Bitter Side of Sweet (Peter Hammer) über die ausbeuterischen Machenschaften der Kakaoindustrie liegen gleich zwei Überschneidungen mit den Nominierungen der Kritikerjury vor.
Die Sonderpreisjury unter dem Vorsitz von Dr. des Simone Depner zeichnet dieses Jahr deutsche Autor:innen aus. Als „Neue Talente“ nominierte sie Jona Manow, Franziska Hörner und Kurt Prödel.
Alle Bücher und die ausführlichen Jurybegründungen finden Sie unter www.jugendliteratur.org/nominierungen. Dank einer Kooperation mit Book2Look kann man nun noch leichter einen Einblick in die nominierten Bücher gewinnen. In einem Biblet zum Deutschen Jugendliteraturpreis 2026 sind alle Titel mit Leseproben verlinkt.
Als Begleitmaterial für Multiplikator:innen stehen zudem Flyer und Plakate zur Verfügung. Diese können per E-Mail kostenfrei bestellt werden. Das spielerische Jahresmotiv gestaltete die Bilderbuchkünstlerin Antje Damm, Sonderpreisträgerin Illustration 2025. Ab Mai ist auch die handliche Nominierungsbroschüre lieferbar.
Der Deutsche Jugendliteraturpreis feiert dieses Jahr seinen 70. Geburtstag. Seit 1956 wird er jährlich verliehen und ist mit insgesamt 72.000 Euro dotiert. Die Sieger:innen werden am 9. Oktober 2026 auf der Frankfurter Buchmesse verkündet. Preisstifter ist das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Ausrichter der Arbeitskreis für Jugendliteratur. Die Nominierungsbekanntgabe erfolgt in Kooperation mit der Leipziger Buchmesse. Der Mitschnitt der Nominierungsbekanntgabe ist in der Mediathek der Leipziger Buchmesse verfügbar.

Hinweis für die Medien:
Gerne vermitteln wir Interviews mit Nominierten und Jurymitgliedern und stellen die Coverdaten der nominierten Bücher bereit. Den Nominierungsflyer und das Plakatmotiv können Sie im Pressebereich auf unserer Homepage herunterladen. Über eine Meldung in Ihrem Medium freuen wir uns. Auf der Buchmesse finden Sie uns an unserem Stand in Halle 3, A 302.
Mit freundlichen Grüßen
Bettina Neu & Daniela Höfele
Arbeitskreis für Jugendliteratur
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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