Jitka
Jan Procházka (Text),
Edith Schindler (Illustration),
Erika Honolka (Übersetzung)
Jurybegründung
Lügen, Träume und Geheimnisse sind das Refugium, in das sich Jitka aus der sie einengenden Umgebung flüchtet. Real ist nur der junge Mann im Rollstuhl. Zu ihm fühlt sie sich hingezogen, ihm gibt sie neuen Lebensmut, ihm gegenüber verliert sie ihre burschikose Aggressivität. Umso größer ist ihre Enttäuschung, wenn er, wieder gesund, in ihr nur noch das Kind sieht. Alles geschieht jedoch ohne Gefühlsüberschwang; mit zurückhaltender Distanz...
Lügen, Träume und Geheimnisse sind das Refugium, in das sich Jitka aus der sie einengenden Umgebung flüchtet. Real ist nur der junge Mann im Rollstuhl. Zu ihm fühlt sie sich hingezogen, ihm gibt sie neuen Lebensmut, ihm gegenüber verliert sie ihre burschikose Aggressivität. Umso größer ist ihre Enttäuschung, wenn er, wieder gesund, in ihr nur noch das Kind sieht. Alles geschieht jedoch ohne Gefühlsüberschwang; mit zurückhaltender Distanz entstand hier die eindrucksvoll differenzierte Zeichnung eines Mädchens in der Vorpubertät.
Personen
1929-1971 schrieb Kinderbücher, Romane und Filmdrehbücher. Procházka war eine der bekanntesten Persönlichkeiten des „Prager Frühlings“. Für Es lebe die Republik erhielt er 1969 den Deutschen Jugendbuchpreis, durfte ihn aber nie annehmen.
geboren 1940 in der Schweiz, war einige Jahre Illustratorin von Kinder- und Jugendbüchern. Seit 1992 als freie Zeichnerin, Malerin und Fotografin tätig.