Cover: Bruder 3787696784
Bruder

Ted van Lieshout (Text),
Mirjam Pressler (Übersetzung)


Middelhauve Verlag
ISBN: 3-7876-9678-4
0,00 € (D) , 0,00 € (A)
Originalsprache: Niederländisch
Preissieger 1999, Kategorie: Jugendbuch
Preisträger Jugendbuch

Jurybegründung

Kannst du noch jemandes Bruder sein, wenn dieser Jemand nicht mehr lebt? Diese Frage quält Luuk, dessen jüngerer Bruder Marius, genannt Maus, mit 15 Jahren an einer rätselhaften Krankheit gestorben ist. Luuk will die Frage unbedint mit Ja beantworten können. Deshalb liest er das Tagebuch von Maus, das die Mutter eigentlich verbrennen will, und schreibt es für sich weiter. In einem innigen Dialog mit dem Bruder entdeckt er sich selbst; beide sind homosexuell. Das Buch erlaubt, aus größter Nähe von den Gefühlen Heranwachsender zu erfahren, von ihrer Beziehung zueinander und zu den Eltern. Indem Lieshout - in außergewöhnlicher Erzähltechnik - die Jungen schreibend sprechen lässt, gewinnen zwei besondere Menschen an Profil: ein seltenes Bruder-Porträt in einem bemerkenswert gestalteten (Tage-)Buch.

Personen

Kein Foto
Autor!1
Ted van Lieshout
Autor
1955 in Eindhoven geboren, studierte an der Gerrit-Rietveld-Akademie in Amsterdam und machte dort 1980 den Abschluss als Illustrator und Grafikdesigner. Heute lebt Ted van Lieshout als freischaffender Schiriftsteller und Illustrator in Amsterdam.
 
Personenfoto: Mirjam Pressler
© José Problete
Mirjam Pressler
Autorin & Übersetzerin

1940 in Darmstadt geboren, studierte Malerei an der Akademie für Bildende Künste in Frankfurt und Sprachen in München und lebte für ein Jahr in einem Kibbuz in Israel. Nach ihrer Rückkehr in die Heimat heiratete sie und bekam drei Töchter, die sie nach der Scheidung von ihrem ersten Mann alleine großzog. Sie arbeitete in verschiedenen Jobs, unter anderem führte sie ihren eigenen Jeansladen. Schließlich begann sie als freie Autorin und Übersetzerin zu arbeiten. Heute lebt Mirjam Pressler in Landshut bei München.

Bereits für ihren ersten Jugendroman Bitterschokolade wurde sie 1980 mit dem Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis ausgezeichnet. Seitdem hat sie beinahe 50 Werke für Kinder und Jugendliche verfasst. 1995 erhielt sie für Wenn das Glück kommt, muss man ihm einen Stuhl hinstellen den Deutschen Jugendliteraturpreis sowie den Züricher Kinderbuchpreis. Darauf folgten viele weitere, unter anderem die Carl-Zuckmayer-Medaille für Verdienste um die deutsche Sprache (2001), der Deutsche Bücherpreis für Malka Mai (2002) und der Deutsche Bücherpreis für ihr literarisches Lebenswerk.

1983 bot man ihr die Bearbeitung einer Rohübersetzung aus dem Niederländischen an. Obwohl sie der Sprache, nach eigener Auskunft, bis dahin nicht mächtig gewesen war, machte sie sich mit dem Wörterbuch in der Hand an die Arbeit. Seitdem sie mit ihrer Übersetzung von Anton Quintanas Paviankönig 1985 auf der Auswahlliste zum Deutschen Jugendliteraturpreis stand, sind viele weitere Auszeichnungen für ihre Übersetzertätigkeit hinzugekommen. 1986 und 1988 wurde sie als Übersetzerin zusammen mit den Autoren Els Pelgrom und Joke van der Leeuwen ausgezeichnet. 1991 stand sie sogar mit vier von ihr übersetzten Büchern auf der Nominierungsliste. Mirjam Pressler verstarb am 16. Januar 2019 im Alter von 78 Jahren.

Warenkorb

Es befinden sich keine Artikel in Ihrem Warenkorb