Badjens
Delphine Minoui (Text),
Astrid Bührle-Gallet (Übersetzung)
Jurybegründung
Das persische Wort „Badjens“ bedeutet „nicht akzeptabel“, übersetzt aus dem Alltagspersischen auch „schelmisch“ oder „aufmüpfig“. Zahra ist nicht Zahra, sie ist „Badjens“.
Es ist die Geschichte eines Mädchens im Iran, die Geschichte einer Rebellion. Eine Rebellion, die im Zimmer des Mädchens online beginnt und ihren Höhepunkt auf einer Demonstration gegen das frauenfeindliche System...
Aktueller denn je berührt der Roman von Delphine Minoui in der Übersetzung von Astrid Bührle-Gallet mit erschütternder Ehrlichkeit und einem mitreißenden Schreibstil. Durch die komplexen Beziehungen der Protagonistin zu ihren Eltern, zu Internet-Kontakten und Freundinnen wird ihre Perspektive eindrucksvoll dargestellt. Mit seiner poetischen Sprache bleibt der Roman auch nach seinem Ende noch im Kopf und regt zum Nachdenken und zu Gesprächen an.
Das persische Wort „Badjens“ bedeutet „nicht akzeptabel“, übersetzt aus dem Alltagspersischen auch „schelmisch“ oder „aufmüpfig“. Zahra ist nicht Zahra, sie ist „Badjens“.
Es ist die Geschichte eines Mädchens im Iran, die Geschichte einer Rebellion. Eine Rebellion, die im Zimmer des Mädchens online beginnt und ihren Höhepunkt auf einer Demonstration gegen das frauenfeindliche System findet: „Frau, Leben, Freiheit.“ Inmitten der aufgebrachten Menge steigt Badjens auf einen Müllcontainer. Ihr Ziel: Das ihr aufgezwungene Kopftuch zu verbrennen. In diesem Moment sieht sie ihr Leben vor ihrem inneren Auge vorbeiziehen. Es ist ein Leben, das für ihren Vater bereits mit einer schlechten Nachricht begann: ihrer Geburt, der Geburt eines Mädchens. Es ist ein Leben, das geprägt ist vom Kampf um freie Selbstentfaltung und darum, Erfahrungen machen zu können, die für das Erwachsenwerden wesentlich sind.
Aktueller denn je berührt der Roman von Delphine Minoui in der Übersetzung von Astrid Bührle-Gallet mit erschütternder Ehrlichkeit und einem mitreißenden Schreibstil. Durch die komplexen Beziehungen der Protagonistin zu ihren Eltern, zu Internet-Kontakten und Freundinnen wird ihre Perspektive eindrucksvoll dargestellt. Mit seiner poetischen Sprache bleibt der Roman auch nach seinem Ende noch im Kopf und regt zum Nachdenken und zu Gesprächen an.
Personen
© Bénédicte Roscot
ist Franko-Iranerin und Auslandskorrespondentin für Le Figaro, berichtet seit 25 Jahren über den Nahen Osten und lebte selbst lange im Iran. Ihr Roman Badjens war 2024 Finalist des FNAC-Prix du Roman und erhielt 2025 den Prix Visionnaires.
© privat
ist als Literaturübersetzerin und Malerin tätig. 2024 wurde sie mit ihrer Übersetzung von Möge der Tigris um dich weinen (Orlanda) mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis in der Kategorie Neue Talente ausgezeichnet.