Birdie
Eine Freundschaftsgeschichte
J.P. Rose (Text),
Jessika Komina (Übersetzung),
Sandra Knuffinke (Übersetzung)
Jurybegründung
Ein zeitloser Kinderroman über Identität, Zugehörigkeit und Alltagsrassismus im England der 1950er Jahre: Die junge Birdie wächst in einem Waisenhaus im englischen Leeds auf und träumt von einer Familie. Als sich überraschend eine Großtante meldet und sie bei sich aufnehmen möchte, scheint sich ihr Wunsch zu erfüllen. Doch in deren abgelegenem Dorf in den Yorkshire Dales erlebt das Schwarze Mädchen offene Ablehnung, subtile...
Das Buch überzeugt durch seine klare Sprache, emotionale Tiefe und historische Authentizität. Es macht Rassismus für junge Leser:innen greifbar, ohne zu moralisieren, und eröffnet wichtige Gespräche über Vielfalt, Würde und Menschlichkeit. Gerade durch seine stille Intensität, die die beiden Übersetzerinnen einfühlsam und sprachlich nuanciert ins Deutsche übertragen haben.
Ein zeitloser Kinderroman über Identität, Zugehörigkeit und Alltagsrassismus im England der 1950er Jahre: Die junge Birdie wächst in einem Waisenhaus im englischen Leeds auf und träumt von einer Familie. Als sich überraschend eine Großtante meldet und sie bei sich aufnehmen möchte, scheint sich ihr Wunsch zu erfüllen. Doch in deren abgelegenem Dorf in den Yorkshire Dales erlebt das Schwarze Mädchen offene Ablehnung, subtile Demütigungen und rassistische Ausgrenzung. Selbst ihre Tante schämt sich zunächst für sie. Einfühlsam und aus kindlicher Perspektive werden Birdies seelische Verletzungen geschildert, aber auch ihr Mut und ihre leise Stärke. Trost findet das Mädchen in der Freundschaft zu einem Grubenpony, das in einer verlassenen Kohlemine zurückgelassen wurde und für dessen Befreiung Birdie mutig kämpft.
Das Buch überzeugt durch seine klare Sprache, emotionale Tiefe und historische Authentizität. Es macht Rassismus für junge Leser:innen greifbar, ohne zu moralisieren, und eröffnet wichtige Gespräche über Vielfalt, Würde und Menschlichkeit. Gerade durch seine stille Intensität, die die beiden Übersetzerinnen einfühlsam und sprachlich nuanciert ins Deutsche übertragen haben.
Personen
© Insel
wuchs nach ihrer Adoption im ländlichen Yorkshire/Großbritannien auf. Sie erlebte Rassismus und Diskriminierung, doch fand Halt bei den Tieren und im Schreiben von Geschichten. Sie lebt mit ihrer Familie in London.
© privat
hat gemeinsam mit Sandra Knuffinke bereits mehr als hundert Titel übersetzt, vorwiegend Kinder- und Jugendbücher. 2022 wurden die beiden mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet. Jessika Komina lebt im Ruhrgebiet.
© privat
hat gemeinsam mit Jessika Komina bereits mehr als hundert Titel übersetzt, vorwiegend Kinder- und Jugendbücher. 2022 wurden die beiden mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet. Sandra Knuffike lebt in Ulm.