Selten birgt das Wort „beeinflussen“ eine derartige Symbolkraft und (Wort-)Gewalt wie in diesem Roman. Denn buchstäblich wird ein Fluss zum Hauptträger der Handlung – die Elbe, die sich wie ein gewaltiges Band durch Marschen und das Alte Land westlich von Hamburg zieht. Der Fluss verknüpft dabei drei Generationen, drei Handlungsstränge und drei Zeiten und zeigt, wie ungelöste Traumata transgenerational weiterfließen.
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Was der schönste Tag im Leben der 17-jährigen Enna werden sollte – die Entlassung ihrer Mutter aus langjähriger Haft – wird zum Albtraum: Nicht nur die Mutter ist plötzlich verschwunden, sondern auch die geliebte Zwillingsschwester. Was Enna zunächst für ein leicht lösbares Rätsel hält, entpuppt sich als ein seit Jahrzehnten brodelndes Trauma, in das ihre Familie verstrickt ist. Der Fluss wird dabei zum ambivalenten Resonanzraum der familiären Geschichte – mal bedrohlich, mal trügerisch tröstlich.
Rebekka Frank kombiniert reale Orte und zeitgeschichtliche Geschehnisse mit einem verblüffenden, fiktiven Plot, der eine starke Sogwirkung entfaltet. Die zeitweise Heftigkeit der kriminalistischen Handlung wird in stimmigem Wechsel von poetischen Schilderungen der gefährdeten und zugleich berührend schönen Elbe durchzogen.
Selten birgt das Wort „beeinflussen“ eine derartige Symbolkraft und (Wort-)Gewalt wie in diesem Roman. Denn buchstäblich wird ein Fluss zum Hauptträger der Handlung – die Elbe, die sich wie ein gewaltiges Band durch Marschen und das Alte Land westlich von Hamburg zieht. Der Fluss verknüpft dabei drei Generationen, drei Handlungsstränge und drei Zeiten und zeigt, wie ungelöste Traumata transgenerational weiterfließen.
Was der schönste Tag im Leben der 17-jährigen Enna werden sollte – die Entlassung ihrer Mutter aus langjähriger Haft – wird zum Albtraum: Nicht nur die Mutter ist plötzlich verschwunden, sondern auch die geliebte Zwillingsschwester. Was Enna zunächst für ein leicht lösbares Rätsel hält, entpuppt sich als ein seit Jahrzehnten brodelndes Trauma, in das ihre Familie verstrickt ist. Der Fluss wird dabei zum ambivalenten Resonanzraum der familiären Geschichte – mal bedrohlich, mal trügerisch tröstlich.
Rebekka Frank kombiniert reale Orte und zeitgeschichtliche Geschehnisse mit einem verblüffenden, fiktiven Plot, der eine starke Sogwirkung entfaltet. Die zeitweise Heftigkeit der kriminalistischen Handlung wird in stimmigem Wechsel von poetischen Schilderungen der gefährdeten und zugleich berührend schönen Elbe durchzogen.