Cover: Sonntagskind 9783794124435
Sonntagskind

Gudrun Mebs (Text),
Rotraut Susanne Berner (Illustration)


Sauerländer Verlag
ISBN: 978-379412443-5
0,00 € (D) , 0,00 € (A)
Originalsprache: Deutsch
Preisträger 1984, Kategorie: Kinderbuch
Preisträger Kinderbuch

Jurybegründung

Die Geschichte spielt in einem Heim, in dem elternlose Kinder aufwachsen. Diese Kinder leben auf die Aussicht zu, sonntags von einem reichen Ehepaar abgeholt und verwöhnt zu werden. Die Achtjährige, von der das Buch erzählt, hat lange warten müssen. Sie empfindet sich als hässliches Entlein. Als auch sie endlich fort darf, kommt sie zu einer jungen Frau, die Kinderbücher schreibt und nichts von dem erwarteten Luxus zu bieten hat. Doch sie ist eine lustige und warmherzige Person....

Ihre Schlampigkeit und Schusseligkeit geben der Eingeladenen Gelegenheit, selbst aktiv zu werden. Aus gemeinsamen Phantasiespielen, Kümmernissen und Glückserfahrungen entsteht ein Zusammengehörigkeitsgefühl, das stärker ist als das gewohnte Mißtrauen der kleinen Heimbewohnerin. Am Schluss scheint es, dass diese nicht nur Sonntagskind für einen Tag ist, sondern dass sie als geborenenes Sonntagskind auch dessen sprichwörtliches Glück hat: Die junge Frau und ihr Freund wollen heiraten und sie adoptieren. Die Geschichte wird aus der Perspektive des Mädchens in umgangssprachlicher Direktheit erzählt. Angst und Hoffnung, Wut, Enttäuschung, Traurigkeit und Freude teilen sich unmittelbar mit. Die Geschichte weckt Verständnis für Kinder, die in unserer Gesellschaft benachteiligt sind. Sie trägt dazu bei, eingespielte Wertvorstellungen zurechtzurücken, denn sie lässt daran zweifeln, dass Glück gleichbedeutend mit materiellem Wohlstand ist, und vermittelt ein intensives Gefühl für die zwischenmenschlichen Voraussetzungen von Glück.

Die Geschichte spielt in einem Heim, in dem elternlose Kinder aufwachsen. Diese Kinder leben auf die Aussicht zu, sonntags von einem reichen Ehepaar abgeholt und verwöhnt zu werden. Die Achtjährige, von der das Buch erzählt, hat lange warten müssen. Sie empfindet sich als hässliches Entlein. Als auch sie endlich fort darf, kommt sie zu einer jungen Frau, die Kinderbücher schreibt und nichts von dem erwarteten Luxus zu bieten hat. Doch sie ist eine lustige und warmherzige Person. Ihre Schlampigkeit und Schusseligkeit geben der Eingeladenen Gelegenheit, selbst aktiv zu werden. Aus gemeinsamen Phantasiespielen, Kümmernissen und Glückserfahrungen entsteht ein Zusammengehörigkeitsgefühl, das stärker ist als das gewohnte Mißtrauen der kleinen Heimbewohnerin. Am Schluss scheint es, dass diese nicht nur Sonntagskind für einen Tag ist, sondern dass sie als geborenenes Sonntagskind auch dessen sprichwörtliches Glück hat: Die junge Frau und ihr Freund wollen heiraten und sie adoptieren. Die Geschichte wird aus der Perspektive des Mädchens in umgangssprachlicher Direktheit erzählt. Angst und Hoffnung, Wut, Enttäuschung, Traurigkeit und Freude teilen sich unmittelbar mit. Die Geschichte weckt Verständnis für Kinder, die in unserer Gesellschaft benachteiligt sind. Sie trägt dazu bei, eingespielte Wertvorstellungen zurechtzurücken, denn sie lässt daran zweifeln, dass Glück gleichbedeutend mit materiellem Wohlstand ist, und vermittelt ein intensives Gefühl für die zwischenmenschlichen Voraussetzungen von Glück.

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Personen

Autorin
geboren 1944 in Frankfurt am Main, schreibt seit 1980 für Kinder. Ihre Hörspiele und Bücher wurden vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis.
 
Illustratorin

wurde 1948 in Stuttgart geboren und studierte Grafik-Design an der Fachhochschule München. Seit 1977 arbeitet sie als freischaffende Künstlerin und hat eine Vielzahl von Kinder- und Jugendbüchern bebildert. Sie veröffentlichte Illustrationen und Bucheinbände, Plakate, Illustrationen zu Werken der Weltliteratur, zu Bilder-, Kinder- und Jugendbüchern. Für ihre Arbeiten wurde die renommierte Illustratorin bereits vielfach ausgezeichnet. So erhielt sie für die Bücher Das Sonntagskind von Gudrun Mebs (1984), Als die Welt noch jung war von Jürg Schubiger (1996) und Bloße Hände von Bart Moeyaert (1998) den Deutschen Jugendliteraturpreis und wurde für ihr Gesamtwerk bereits drei Mal für den Hans Christian Andersen-Preis nominiert. Sie ist Mitbegründerin des "Forum Illustratorum - Filu". Ihre Bilder waren in zahlreichen Ausstellungen zu sehen.

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