Cover: Mojsche und Rejsele 9783407797865
Mojsche und Rejsele

Karlijn Stoffels (Text),
Mirjam Pressler (Übersetzung)


Beltz & Gelberg
ISBN: 978-340779786-5
12,68 € (D) , 8,20 € (A)
Originalsprache: Niederländisch
Nominierung 1999, Kategorie: Jugendbuch
Nominierung Jugendbuch

Jurybegründung

Tel Aviv 1995. Mojsche Schuster erzählt nach einigem Widerstreben seine Geschichte, die 1939 im Warschauer Waisenhaus des Dr. Janusz Korczak beginnt und von seiner unerfüllten Liebe zu Rejsele handelt. Während sie mit Korczak und den Kindern ins Ghetto geht, flüchtet Mojsche und arbeitet im Untergrund. Rebellisch, waghalsig, störrisch ist Mojsche, aber auch empfindsam und fähig zur Sehnsucht. Er macht unter Lebensgefahr einen Liedtext ausfindig, der eine Liebesgabe für Rejsele werden soll. Doch als er ins...
Ghetto kommt und sie dort wiedertrifft, kommt er zu spät... Ein bemerkenswertes Buch, das in einem bemerkenswert lakonischen Ton, ohne jede Larmoyanz, das Lied zweier bemerkenswerter Menschen in einer schrecklichen Zeit vorträgt.
Tel Aviv 1995. Mojsche Schuster erzählt nach einigem Widerstreben seine Geschichte, die 1939 im Warschauer Waisenhaus des Dr. Janusz Korczak beginnt und von seiner unerfüllten Liebe zu Rejsele handelt. Während sie mit Korczak und den Kindern ins Ghetto geht, flüchtet Mojsche und arbeitet im Untergrund. Rebellisch, waghalsig, störrisch ist Mojsche, aber auch empfindsam und fähig zur Sehnsucht. Er macht unter Lebensgefahr einen Liedtext ausfindig, der eine Liebesgabe für Rejsele werden soll. Doch als er ins Ghetto kommt und sie dort wiedertrifft, kommt er zu spät... Ein bemerkenswertes Buch, das in einem bemerkenswert lakonischen Ton, ohne jede Larmoyanz, das Lied zweier bemerkenswerter Menschen in einer schrecklichen Zeit vorträgt.
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Personen

Autorin
geboren 1947, studierte Romanistik und Niederländisch. Sie ist Autorin von Hörspielen und Theaterstücken und schrieb u.a. über Simone de Beauvoir und Jean-Paul Satre. Mojsche und Rejsele ist ihr erster Roman.
 
Übersetzerin

1940 in Darmstadt geboren, studierte Malerei an der Akademie für Bildende Künste in Frankfurt und Sprachen in München und lebte für ein Jahr in einem Kibbuz in Israel. Nach ihrer Rückkehr in die Heimat heiratete sie und bekam drei Töchter, die sie nach der Scheidung von ihrem ersten Mann alleine großzog. Sie arbeitete in verschiedenen Jobs, unter anderem führte sie ihren eigenen Jeansladen. Schließlich begann sie als freie Autorin und Übersetzerin zu arbeiten. Heute lebt Mirjam Pressler in Landshut bei München.

Bereits für ihren ersten Jugendroman Bitterschokolade wurde sie 1980 mit dem Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis ausgezeichnet. Seitdem hat sie beinahe 50 Werke für Kinder und Jugendliche verfasst. 1995 erhielt sie für Wenn das Glück kommt, muss man ihm einen Stuhl hinstellen den Deutschen Jugendliteraturpreis sowie den Züricher Kinderbuchpreis. Darauf folgten viele weitere, unter anderem die Carl-Zuckmayer-Medaille für Verdienste um die deutsche Sprache (2001), der Deutsche Bücherpreis für Malka Mai (2002) und der Deutsche Bücherpreis für ihr literarisches Lebenswerk.

1983 bot man ihr die Bearbeitung einer Rohübersetzung aus dem Niederländischen an. Obwohl sie der Sprache, nach eigener Auskunft, bis dahin nicht mächtig gewesen war, machte sie sich mit dem Wörterbuch in der Hand an die Arbeit. Seitdem sie mit ihrer Übersetzung von Anton Quintanas Paviankönig 1985 auf der Auswahlliste zum Deutschen Jugendliteraturpreis stand, sind viele weitere Auszeichnungen für ihre Übersetzertätigkeit hinzugekommen. 1986 und 1988 wurde sie als Übersetzerin zusammen mit den Autoren Els Pelgrom und Joke van der Leeuwen ausgezeichnet. 1991 stand sie sogar mit vier von ihr übersetzten Büchern auf der Nominierungsliste. Mirjam Pressler verstarb am 16. Januar 2019 im Alter von 78 Jahren.

 

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