Menschenraub
Mit einem Nachwort der Autorin
Mette Newth (Text),
Gabriele Haefs (Übersetzung)
Jurybegründung
Mit expressiven Stimmungsbildern und Situationsschilderungen versucht dieses Buch an das Schicksal der gewaltsam aus ihrer Heimat entführten Eskimos zu erinnern, die sich selbst „Inuit“ – das heißt, „Menschen“ – nannten, von ihren Peinigern aber als „Wilde“ misshandelt und schrecklich erniedrigt wurden. Die Geschichte ist in Norwegen während des 17. Jahrhunderts angesiedelt, wohin das Mädchen Usuqo zusammen mit ihrem Freund Poq...
Mit expressiven Stimmungsbildern und Situationsschilderungen versucht dieses Buch an das Schicksal der gewaltsam aus ihrer Heimat entführten Eskimos zu erinnern, die sich selbst „Inuit“ – das heißt, „Menschen“ – nannten, von ihren Peinigern aber als „Wilde“ misshandelt und schrecklich erniedrigt wurden. Die Geschichte ist in Norwegen während des 17. Jahrhunderts angesiedelt, wohin das Mädchen Usuqo zusammen mit ihrem Freund Poq verschleppt wird. Der historsiche Roman lebt von den poetischen Erinnerungsbildern Usqos. Für heutige Leser ist er eine Mahnung zur Achtung von Menschenwürde und Natur.
Personen
© Miguel Ferraz
wurde 1953 in Wachtendonk/Niederhein geboren und studierte in Bonn und Hamburg Sprachwissenschaft mit Schwerpunkt auf keltischen und skandinavischen Sprachen. Seit 1983 übersetzt sie aus dem Norwegischen, Dänischen, Schwedischen, Englischen, Gälischen, Niederländischen und Walisischen, und zwar hauptsächlich Kinder- und Jugendbücher, belletristische Romane sowie Sachbücher. Für ihre Übersetzungen wurde sie mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Gustav-Heinemann-Friedenspreis und dem Deutschen Jugendliteraturpreis (1994 für Sofies Welt zusammen mit Autor Jostein Gaarder, 2017 für Sally Jones zusammen mit Autor Jakob Wegelius). 2008 erhielt sie den Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises für ihr übersetzerisches Gesamtwerk. Neben ihrer Tätigkeit als Übersetzerin arbeitet Gabriele Haefs als Herausgeberin von Anthologien sowie als Dozentin im Fach Übersetzung an der Universität Hamburg.