Mitten im Stadtgewimmel brüllt ein Mann. Alle hören ihn, keiner versteht ihn. In der Gleichzeitigkeit der Straßenszene, die in diesem Leporello in kunstvoller Verschränkung eingefangen wird, deutet jede der vielfältigen Figuren das Gehörte vor ihrem je eigenen Erfahrungshorizont. Während die pflegende Angehörige ein Unterstützungsangebot hört, fühlen sich die schwitzenden Läufer:innen zum Durchhalten ermutigt. Die...
Kinder hören die Unterstellung, sie würden Quatsch reden.
Die Illustrationen setzen das witzige Spiel mit sprachlichen Ähnlichkeiten und Missverständnissen comicartig in Szene. Durch ein geschicktes Farbkonzept in Blau, Pink und gedecktem Gelb werden inmitten der wimmeligen Szenerie Zugehörigkeiten zwischen den in Buntstiftstrichen gehaltenen Figuren verdeutlicht. Die kreative Buchgestaltung erlaubt sowohl das Ausbreiten des Leporellos als auch die bilderbuchartige Nutzung durch Umblättern.
Diese „Brülle-Post“-Geschichte greift das vielen Kindern vertraute Stille-Post-Spiel auf. Humorvoll lenkt sie die Aufmerksamkeit darauf, dass Missverständnisse nicht nur im Flüsterton entstehen. Das bahnt nicht nur einer wertvollen Nachdenklichkeit den Weg, sondern hat auch hohen Aufforderungscharakter dafür, sich selbst durch eigenes Weitertexten als Teil einer (verrutschten) Kommunikationskette zu erfahren.
Mitten im Stadtgewimmel brüllt ein Mann. Alle hören ihn, keiner versteht ihn. In der Gleichzeitigkeit der Straßenszene, die in diesem Leporello in kunstvoller Verschränkung eingefangen wird, deutet jede der vielfältigen Figuren das Gehörte vor ihrem je eigenen Erfahrungshorizont. Während die pflegende Angehörige ein Unterstützungsangebot hört, fühlen sich die schwitzenden Läufer:innen zum Durchhalten ermutigt. Die Kinder hören die Unterstellung, sie würden Quatsch reden.
Die Illustrationen setzen das witzige Spiel mit sprachlichen Ähnlichkeiten und Missverständnissen comicartig in Szene. Durch ein geschicktes Farbkonzept in Blau, Pink und gedecktem Gelb werden inmitten der wimmeligen Szenerie Zugehörigkeiten zwischen den in Buntstiftstrichen gehaltenen Figuren verdeutlicht. Die kreative Buchgestaltung erlaubt sowohl das Ausbreiten des Leporellos als auch die bilderbuchartige Nutzung durch Umblättern.
Diese „Brülle-Post“-Geschichte greift das vielen Kindern vertraute Stille-Post-Spiel auf. Humorvoll lenkt sie die Aufmerksamkeit darauf, dass Missverständnisse nicht nur im Flüsterton entstehen. Das bahnt nicht nur einer wertvollen Nachdenklichkeit den Weg, sondern hat auch hohen Aufforderungscharakter dafür, sich selbst durch eigenes Weitertexten als Teil einer (verrutschten) Kommunikationskette zu erfahren.