Gullivers Reisen
Jonathan Swift (Text),
Peter Beste (Illustration),
Walter Scherf (Übersetzung)
Jurybegründung
Gullivers Reisen nach Lilliput und ins Land der Riesen wurden für junge Leser bisher oft stark gekürzt, unnötig verkindlicht und moralisch angereichert, so dass von dem großen Roman der Weltliteratur kaum etwas übrig geblieben ist. Die ausgezeichnet erzählte, gestraffte Bearbeitung von Walter Scherf eignet sich in gleichem Maße für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
Die Kürzungen beschränken sich auf das für unser heutiges...
Gullivers Reisen nach Lilliput und ins Land der Riesen wurden für junge Leser bisher oft stark gekürzt, unnötig verkindlicht und moralisch angereichert, so dass von dem großen Roman der Weltliteratur kaum etwas übrig geblieben ist. Die ausgezeichnet erzählte, gestraffte Bearbeitung von Walter Scherf eignet sich in gleichem Maße für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
Die Kürzungen beschränken sich auf das für unser heutiges Verständnis notwendige Maß, die Moral ergibt sich ohne besondere Betonung aus der Erzählung selbst. Das Nachwort kommentiert kurz Leben und Werk Jonathan Swifts, ein Verzeichnis mit Worterklärungen erleichtert das Verständnis. Ausdrucksvolle farbige und schwarz-weiße Illustrationen bereichern die Ausgabe.
Personen
© Gemälde: Charles Jervas
© Molo
1920-2010 war ein deutscher Schriftsteller, Komponist, Kinder- und Jugendliteratur- sowie Märchenforscher. Von 1957 bis 1982 war er Direktor der Internationalen Jugendbibliothek (IJB) in München. Dabei legte er – in Zeiten des „Kalten Krieges“ – besonderen Wert auf die Einbeziehung der Ostblockstaaten in den Austausch über Kinderliteratur und Kinderbuchillustrationen. Noch kurz vor seiner Pensionierung leitete er die Übersiedlung der IJB nach Schloss Blutenburg ein. Seine bekannteste Übersetzung ist Der kleine Hobbit von J. R. R. Tolkien, die 1957 erschien.