Die grauen und die grünen Felder
Wahre Geschichten
Ursula Wölfel (Text)
Jurybegründung
Ursula Wölfel setzt die Problematik menschlichen Zusammenlebens um in kurze, prägnante Erzählungen von erschütternder Aussagekraft. Sie zeigen Kindern eine Wirklichkeit, die sie täglich selbst, in ihrer nächsten Umgebung oder auf dem Umweg über Massenmedien erfahren können: Angst beim nächtlichen Alleinsein, Intoleranz der Nachbarn, Streit unter Geschwistern, das geistig behinderte Kind, ungünstige Familienverhältnisse, Krieg, Diktatur,...
Ursula Wölfel setzt die Problematik menschlichen Zusammenlebens um in kurze, prägnante Erzählungen von erschütternder Aussagekraft. Sie zeigen Kindern eine Wirklichkeit, die sie täglich selbst, in ihrer nächsten Umgebung oder auf dem Umweg über Massenmedien erfahren können: Angst beim nächtlichen Alleinsein, Intoleranz der Nachbarn, Streit unter Geschwistern, das geistig behinderte Kind, ungünstige Familienverhältnisse, Krieg, Diktatur, unterschiede zwischen Rassen, zwischen arm und reich. Die Geschichten in einfacher, klarer Sprache sind realistisch, ehrlich – deshalb oft unbequem und ohne guten Ausgang. Doch sie konfrontieren ihre Leser nicht mit Hoffnungslosigkeit. Sie zeigen, dass die Welt nicht immer schön, aber zum Positiven veränderbar ist. Die Kinder werden ernst genommen und zu kritischem Denken aufgefordert. Besonders als Grundlage für gemeinsame Gespräche mit Erwachsenen bereitet das Buch Kinder ab acht auf Fragen in Gegenwart und Zukunft vor.
Personen
© Carlsen
1922 in Duisburg-Hamborn geboren, am 23. Juli 2014 verstorben. Sie studierte in Heidelberg Germanistik, Geschichte, Philosophie und Psychologie, absolvierte eine Lehrerausbildung, arbeitete als Assistentin am Pädagogischen Institut Jugendheim/Bergstr. und war Sonderschullehrerin in Darmstadt. Ab 1961 lebte Ursula Wölfel als freie Schriftstellerin im Odenwald. Sie wurde bereits 1962 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis in der Sparte Kinderbuch ausgezeichnet.