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Der Sommer von Aviha

Gila Almagor (Text),
Christian Kühnel (Illustration),
Mirjam Pressler (Übersetzung)


Alibaba Verlag
ISBN: 3-922723-53-5
0,00 € (D) , 0,00 € (A)
Originalsprache: Hebräisch
Auswahlliste 1991, Kategorie: Jugendbuch
Nominierung Jugendbuch

Jurybegründung

Wie schlimm sich Spätfolgen noch auswirken, wenn die Opfer von Krieg und Verfolgung längst wieder im normalen Alltag zurechtzukommen versuchen, ist unsentimental nacherlebbar in dieser in Israel angesiedelten autobiografischen Ich-Erzählung. Aus einem Kinderdorf wird Aviha von ihrer Mutter heim geholt. Doch der Sommer bei ihr, die als „Partisanische“ ausgestoßen und durch die KZ-Nummer stigmatisiert ist, bleibt nur Episode zwischen ihren Krankheitsausbrüchen....

Avihas zwiespältige Gefühle – Stolz auf ihre Mutter und Liebe zu ihr, aber auch Wut und Scham - , werden ebenso wie ihre Einsamkeit und Sehnsucht mit wenigen anschaulichen Wahrnehmungen sprachlich so leise angedeutet, dass man sich in die Situationsspannung hineingezogen fühlt und betroffen weiter fragt.

Wie schlimm sich Spätfolgen noch auswirken, wenn die Opfer von Krieg und Verfolgung längst wieder im normalen Alltag zurechtzukommen versuchen, ist unsentimental nacherlebbar in dieser in Israel angesiedelten autobiografischen Ich-Erzählung. Aus einem Kinderdorf wird Aviha von ihrer Mutter heim geholt. Doch der Sommer bei ihr, die als „Partisanische“ ausgestoßen und durch die KZ-Nummer stigmatisiert ist, bleibt nur Episode zwischen ihren Krankheitsausbrüchen. Avihas zwiespältige Gefühle – Stolz auf ihre Mutter und Liebe zu ihr, aber auch Wut und Scham - , werden ebenso wie ihre Einsamkeit und Sehnsucht mit wenigen anschaulichen Wahrnehmungen sprachlich so leise angedeutet, dass man sich in die Situationsspannung hineingezogen fühlt und betroffen weiter fragt.

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Personen

Übersetzerin

1940 in Darmstadt geboren, studierte Malerei an der Akademie für Bildende Künste in Frankfurt und Sprachen in München und lebte für ein Jahr in einem Kibbuz in Israel. Nach ihrer Rückkehr in die Heimat heiratete sie und bekam drei Töchter, die sie nach der Scheidung von ihrem ersten Mann alleine großzog. Sie arbeitete in verschiedenen Jobs, unter anderem führte sie ihren eigenen Jeansladen. Schließlich begann sie als freie Autorin und Übersetzerin zu arbeiten. Heute lebt Mirjam Pressler in Landshut bei München.

Bereits für ihren ersten Jugendroman Bitterschokolade wurde sie 1980 mit dem Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis ausgezeichnet. Seitdem hat sie beinahe 50 Werke für Kinder und Jugendliche verfasst. 1995 erhielt sie für Wenn das Glück kommt, muss man ihm einen Stuhl hinstellen den Deutschen Jugendliteraturpreis sowie den Züricher Kinderbuchpreis. Darauf folgten viele weitere, unter anderem die Carl-Zuckmayer-Medaille für Verdienste um die deutsche Sprache (2001), der Deutsche Bücherpreis für Malka Mai (2002) und der Deutsche Bücherpreis für ihr literarisches Lebenswerk.

1983 bot man ihr die Bearbeitung einer Rohübersetzung aus dem Niederländischen an. Obwohl sie der Sprache, nach eigener Auskunft, bis dahin nicht mächtig gewesen war, machte sie sich mit dem Wörterbuch in der Hand an die Arbeit. Seitdem sie mit ihrer Übersetzung von Anton Quintanas Paviankönig 1985 auf der Auswahlliste zum Deutschen Jugendliteraturpreis stand, sind viele weitere Auszeichnungen für ihre Übersetzertätigkeit hinzugekommen. 1986 und 1988 wurde sie als Übersetzerin zusammen mit den Autoren Els Pelgrom und Joke van der Leeuwen ausgezeichnet. 1991 stand sie sogar mit vier von ihr übersetzten Büchern auf der Nominierungsliste. Mirjam Pressler verstarb am 16. Januar 2019 im Alter von 78 Jahren.

 

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