Ein Tapir im Dorf
Ursula Wölfel (Text),
Bettina Anrich-Wölfel (Illustration)
Jurybegründung
Die zweisprachige Episode aus dem Milieu eines südländischen Ortes will das Verständnis für Außenseiter erleichtern. Der Tapir ist Symbol der Abwehr gegen alles Fremde und Ungewohnte, wie auch der wenig geachtete Schwiegersohn für die Familie, in die er einheiratet, ein Fremder ist. Die Demaskierung der Dummheit, Anmaßung und Enge der Anschauung gelingt. Wie hier Generationskonflikte und Anpassungsschwierigkeiten überbrückt werden, überfordert die...
Die zweisprachige Episode aus dem Milieu eines südländischen Ortes will das Verständnis für Außenseiter erleichtern. Der Tapir ist Symbol der Abwehr gegen alles Fremde und Ungewohnte, wie auch der wenig geachtete Schwiegersohn für die Familie, in die er einheiratet, ein Fremder ist. Die Demaskierung der Dummheit, Anmaßung und Enge der Anschauung gelingt. Wie hier Generationskonflikte und Anpassungsschwierigkeiten überbrückt werden, überfordert die Aufnahmebereitschaft kleiner Leser nicht.
Personen
© Carlsen
1922 in Duisburg-Hamborn geboren, am 23. Juli 2014 verstorben. Sie studierte in Heidelberg Germanistik, Geschichte, Philosophie und Psychologie, absolvierte eine Lehrerausbildung, arbeitete als Assistentin am Pädagogischen Institut Jugendheim/Bergstr. und war Sonderschullehrerin in Darmstadt. Ab 1961 lebte Ursula Wölfel als freie Schriftstellerin im Odenwald. Sie wurde bereits 1962 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis in der Sparte Kinderbuch ausgezeichnet.