Cover: Die Rache des Marmorzüchters 9783446194465
Die Rache des Marmorzüchters

Willy van Doorselaer (Text),
Mirjam Pressler (Übersetzung)


Carl Hanser Verlag
ISBN: 978-344619446-5
10,12 € (D) , 10,20 € (A)
Originalsprache: Niederländisch
Nominierung 1999, Kategorie: Kinderbuch
Nominierung Kinderbuch

Jurybegründung

Eine Katastrophe bahnt sich an: Die Freunde vom Club-dessen-Name-nie-genannt-wird müssen mit ansehen, wie ihr Fußballplatz, der für sie die Welt bedeutet, einem Neubauviertel weichen soll. Die Planierraupen stehen schon bereit. Was tun? Weestewat, ein Mädchen mit starkem Selbstbewusstsein und viel Phantasie, hat die rettende Idee. Ihr Vater muss helfen. Doch der Vater ist eigentlich gar nicht da, denn er lebt ganz woanders, weit weg. Ein merkwürdiges Spiel beginnt. Willy van Doorselaer erzählt eine...
hintergründig komponierte Geschichte von außergewöhnlicher literarischer Qualität. Dabei bezieht er seine jungen Leser direkt in die spannende Handlung ein und lässt sie zwischen den Zeilen kombinieren. Nach und nach fügen sich die Puzzleteile der Handlung zusammen. Der Leser weiß immer mehr als die Freunde von Weestewat und hat dabei seinen Spaß an diesem erstaunlichen Roman für Kinder.
Eine Katastrophe bahnt sich an: Die Freunde vom Club-dessen-Name-nie-genannt-wird müssen mit ansehen, wie ihr Fußballplatz, der für sie die Welt bedeutet, einem Neubauviertel weichen soll. Die Planierraupen stehen schon bereit. Was tun? Weestewat, ein Mädchen mit starkem Selbstbewusstsein und viel Phantasie, hat die rettende Idee. Ihr Vater muss helfen. Doch der Vater ist eigentlich gar nicht da, denn er lebt ganz woanders, weit weg. Ein merkwürdiges Spiel beginnt. Willy van Doorselaer erzählt eine hintergründig komponierte Geschichte von außergewöhnlicher literarischer Qualität. Dabei bezieht er seine jungen Leser direkt in die spannende Handlung ein und lässt sie zwischen den Zeilen kombinieren. Nach und nach fügen sich die Puzzleteile der Handlung zusammen. Der Leser weiß immer mehr als die Freunde von Weestewat und hat dabei seinen Spaß an diesem erstaunlichen Roman für Kinder.
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Personen

Autor
geboren 1943 in Schellebelle/Flandern, war viele Jahre Lehrer, ehe er sich beurlauben ließ, um nur noch zu schreiben. Heute lebt er mit Frau und zwei Töchtern in Ostflandern. Sein erster Roman Ich heiße Kaspar wurde 1996 ebenfalls für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert.
 
Übersetzerin

1940 in Darmstadt geboren, studierte Malerei an der Akademie für Bildende Künste in Frankfurt und Sprachen in München und lebte für ein Jahr in einem Kibbuz in Israel. Nach ihrer Rückkehr in die Heimat heiratete sie und bekam drei Töchter, die sie nach der Scheidung von ihrem ersten Mann alleine großzog. Sie arbeitete in verschiedenen Jobs, unter anderem führte sie ihren eigenen Jeansladen. Schließlich begann sie als freie Autorin und Übersetzerin zu arbeiten. Heute lebt Mirjam Pressler in Landshut bei München.

Bereits für ihren ersten Jugendroman Bitterschokolade wurde sie 1980 mit dem Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis ausgezeichnet. Seitdem hat sie beinahe 50 Werke für Kinder und Jugendliche verfasst. 1995 erhielt sie für Wenn das Glück kommt, muss man ihm einen Stuhl hinstellen den Deutschen Jugendliteraturpreis sowie den Züricher Kinderbuchpreis. Darauf folgten viele weitere, unter anderem die Carl-Zuckmayer-Medaille für Verdienste um die deutsche Sprache (2001), der Deutsche Bücherpreis für Malka Mai (2002) und der Deutsche Bücherpreis für ihr literarisches Lebenswerk.

1983 bot man ihr die Bearbeitung einer Rohübersetzung aus dem Niederländischen an. Obwohl sie der Sprache, nach eigener Auskunft, bis dahin nicht mächtig gewesen war, machte sie sich mit dem Wörterbuch in der Hand an die Arbeit. Seitdem sie mit ihrer Übersetzung von Anton Quintanas Paviankönig 1985 auf der Auswahlliste zum Deutschen Jugendliteraturpreis stand, sind viele weitere Auszeichnungen für ihre Übersetzertätigkeit hinzugekommen. 1986 und 1988 wurde sie als Übersetzerin zusammen mit den Autoren Els Pelgrom und Joke van der Leeuwen ausgezeichnet. 1991 stand sie sogar mit vier von ihr übersetzten Büchern auf der Nominierungsliste. Mirjam Pressler verstarb am 16. Januar 2019 im Alter von 78 Jahren.

 

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