Der lange Weg nach Santa Cruz
Michael Ende (Text)
Jurybegründung
An einem verregneten Montagmorgen schlägt der achtjährige Hermann nicht den Weg in die Schule ein, sondern lässt sich treiben. In verschiedenen Erlebnissen und Begegnungen gelingt es ihm, seine Gefühle von Wut und Enttäuschung über die bevorzugte jüngere Schwester in Phantasien von Stärke und Macht umzuwandeln. Als er am Abend fiebrig und verschnupft im Bett liegt und sein Vater ihm die Geschichte „Der lange Weg nach Santa Cruz“ vorliest, fühlt...
An einem verregneten Montagmorgen schlägt der achtjährige Hermann nicht den Weg in die Schule ein, sondern lässt sich treiben. In verschiedenen Erlebnissen und Begegnungen gelingt es ihm, seine Gefühle von Wut und Enttäuschung über die bevorzugte jüngere Schwester in Phantasien von Stärke und Macht umzuwandeln. Als er am Abend fiebrig und verschnupft im Bett liegt und sein Vater ihm die Geschichte „Der lange Weg nach Santa Cruz“ vorliest, fühlt er sich verstanden und angenommen. Bilder und Texte des witzig gestalteten Buches passen ineinander wie die realistische und phantastische Ebene der mit einem Augenzwinkern erzählten Geschichte.
Personen
© Caio Garrubba
Michael Ende (1929-1995) wurde in Garmisch als Sohn des surrealistischen Maler Edgar Ende geboren. Nach Besuch des humanistischen Gymnasiums, der Waldorfschule und der Otto-Falckenberg-Schule wurde er Schauspieler und freier Schriftsteller. Neben Kinder- und Jugendbüchern schrieb er auch Bilderbuchtexte und Bücher für Erwachsene, verfasste Theaterstücke und Gedichte. Viele seiner Bücher wurden verfilmt und für Funk, Fernsehen und Theater bearbeitet.