Kranichsteiner Jugendliteratur-Stipendien
Seit seiner Gründung 1980 engagiert sich der Deutsche Literaturfonds mit Sitz in Darmstadt für die deutschsprachige Gegenwartsliteratur. Dazu steht ihm pro Jahr ein Betrag in Höhe von einer Million Euro zur Verfügung, die er für Autoren- und Übersetzerförderung, für bundesweit wirksame literarische Initiativen und Modellvorhaben sowie zur Sicherung wichtiger literarischer Traditionen einsetzt.
Neben seinen regulären Förderschwerpunkten setzt sich der Deutsche Literaturfonds für die Jugendliteratur ein. Denn „Kinder und Jugendliche sind die Leser von morgen und brauchen neben all den Einflüssen, denen sie ausgesetzt sind, sprachlich und inhaltlich anspruchsvolle Literatur, vom Bilderbuch bis zum Jugendroman“, so Traudel Ridder vom Deutschen Literaturfonds.
Mit seinem Expertenwissen in Sachen Jugendbuch und mit seiner Erfahrung rund um den Deutschen Jugendliteraturpreis unterstützt der Arbeitskreis für Jugendliteratur (AKJ) das Engagement des Deutschen Literaturfonds und vergibt mit ihm gemeinsam die Kranichsteiner Jugendliteratur-Stipendien.
Stipendien – für wen und warum?
Die Kranichsteiner Jugendliteratur-Stipendien werden seit 2010 jährlich vom Deutschen Literaturfonds und vom AKJ vergeben. Sie sind gedacht für Autoren von Jugendbüchern, die bereits erste überzeugende Titel veröffentlicht haben und eine positive literarische Entwicklung erkennen lassen, sich aber bisher keine starke Marktposition erarbeiten konnten. Ihnen soll die Möglichkeit gegeben werden, ein nächstes Buchprojekt unabhängig von den Anforderungen des Marktes und unter finanziell gesicherten Lebensumständen verwirklichen zu können. Beide Preisträger erhalten ein jeweils sechsmonatiges Stipendium in Höhe von 12.000 Euro.
Sowohl der Deutsche Literaturfonds als auch der AKJ möchten damit die aktuelle deutschsprachige Jugendliteratur fördern und unterstützen. Dies ist umso dringlicher, als der Buchmarkt ein immer rasanteres Tempo diktiert. „Autoren bleibt bei der kontinuierlich steigenden Titelflut und einem enormen Produktionsdruck zunehmend weniger Spielraum, um sich literarisch entfalten zu können. Hier gilt es, vielversprechenden Talenten einen materiellen Freiraum zu verschaffen“, so die AKJ-Vorsitzende Dr. Stephanie Jentgens.
