10.03.2021

Karin Vach im Interview

Vorsitzende der Kritikerjury zum Deutschen Jugendliteraturpreis

Karin Vach im Interview
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Für die Zusammenstellung der Nominierungsliste hat die Kritikerjury 667 Titel begutachtet. Am 18. März wird ihre Auswahl für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2021 bekannt geben. Die Kritikerjury setzt sich aus neun Expertinnen und Experten zusammen. Ihre neue Vorsitzende ist Prof. Dr. Karin Vach, Professorin für Literaturdidaktik an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg und Leiterin des dortigen Zentrums für Kinder- und Jugendliteratur. Im Interview verrät sie, wie sich die aktuelle Juryarbeit gestaltet.

Welche Trends und Besonderheiten konnten Sie bei der Sichtung der Jahrespro­duktion 2020 feststellen?

KARIN VACH: Schon im letzten Jahr hat es sich abgezeichnet, dass Themen wie Umwelt und das Leben im Einklang mit der Natur viel stärker präsent sind. Dieser Trend hat sich auch in diesem Jahr fortgesetzt und zeigt, dass der Kampf gegen den Klimawandel sehr relevant ist.

An Besonderheiten sind mir Bilderbücher für die Jüngsten aufgefallen, die bei aller Ein­fachheit für die Altersgruppe keine simplen Geschichten erzählen, sondern viel Humor und Komik aufweisen und auch durch über­raschende Wendungen verblüffen. Ansons­ten gibt es in diesem Jahr viele Monster­bücher und auch der Fuchs ist ein beliebter Protagonist.

Wo möchten Sie als Juryvorsitzende besondere Akzente setzen?

KARIN VACH: In erster Linie wünsche ich mir, dass wir mit den Nominierungen ein breites und vielfältiges Spektrum an Gattungen, Themen, Motiven, Erzähl- und Darstellungs­formen, künstlerischen Techniken und Bild­gestaltungen abbilden. Um aus dem großen Angebot der Jahresproduktion die herausra­genden Werke herauszufiltern, braucht es intensive, kriteriengeleitete Diskussionen. Als Vorsitzende möchte ich mich dafür einset­zen, dass alle Meinungen diskutiert werden können.

Das vollständige Gespräch mit Prof. Dr. Karin Vach wird in JuLit 1/2021 veröffentlicht. Das Heft erscheint am 24. März 2021.
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