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Die wundersame Reise der kleinen Sofie

Els Pelgrom (Text),
Mirjam Pressler (Übersetzung)


Annette Betz Verlag
ISBN: 978-321910323-6
0,00 € (D) , 0,00 € (A)
Originalsprache: Niederländisch
Preissieger 1986, Kategorie: Kinderbuch
Preisträger Kinderbuch

Jurybegründung

Am Anfang fragt Sofie: „Was passiert eigentlich, wenn man tot ist?" Darauf kann keiner eine befriedigende Antwort geben. Auch dieses Buch nicht. Es kann nur einen Trost bieten für die, die zurückbleiben. In der letzten Nacht ihres Lebens begibt sich die todkranke Sofie auf eine lange Reise, die sie in eine Welt versetzt, die real sein könnte. Reisegefährten sind ihre Lieblingspuppen Langer-Lappen, Annabella und Bär sowie der Kater Terror. Neugierig möchte Sofie endlich wissen, was „das Leben zu bieten" hat. Sie muß erfahren, dass sich im Leben angenehme und unangenehme Dinge ständig ablösen: Lust und Unlust, Freundschaften und Feindschaften, Armut und Reichtum, Hunger und Überfluß, Tapferkeit und Feigheit und vor allem Macht und Ohnmacht. Immer setzt sich Sofie für die Gerechtigkeit und für die Schwächeren ein. Sie erfährt viel Liebe und Wärme, geht aber auch jedes Mal das Risiko ein, Enttäuschungen in Kauf nehmem zu müssen. Das Ende der Nacht ist für Sofie der Beginn ihrer endlosen Reise, auf der sie von ihren liebsten Freunden begleitet wird. Obwohl die Geschichte der kleinen Sofie Leben und Tod zum Hauptthema hat, ist es kein trauriges, hoffnungsloses oder tristes Buch. Im Gegenteil: Die Autorin setzt geschickt Symbole und Bildsprache ein, durch die der Leser den unterschwelligen Humor und die Lebensbejahung vielschichtig erfahren kann. Auch die stimmungsvollen Illustrationen bieten unaufdringlich die Möglichkeit, das schwierige Thema individuell zu verarbeiten.

Personen

Personenfoto: Mirjam Pressler
© José Problete
Mirjam Pressler
Autorin & Übersetzerin

1940 in Darmstadt geboren, studierte Malerei an der Akademie für Bildende Künste in Frankfurt und Sprachen in München und lebte für ein Jahr in einem Kibbuz in Israel. Nach ihrer Rückkehr in die Heimat heiratete sie und bekam drei Töchter, die sie nach der Scheidung von ihrem ersten Mann alleine großzog. Sie arbeitete in verschiedenen Jobs, unter anderem führte sie ihren eigenen Jeansladen. Schließlich begann sie als freie Autorin und Übersetzerin zu arbeiten. Heute lebt Mirjam Pressler in Landshut bei München.

Bereits für ihren ersten Jugendroman Bitterschokolade wurde sie 1980 mit dem Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis ausgezeichnet. Seitdem hat sie beinahe 50 Werke für Kinder und Jugendliche verfasst. 1995 erhielt sie für Wenn das Glück kommt, muss man ihm einen Stuhl hinstellen den Deutschen Jugendliteraturpreis sowie den Züricher Kinderbuchpreis. Darauf folgten viele weitere, unter anderem die Carl-Zuckmayer-Medaille für Verdienste um die deutsche Sprache (2001), der Deutsche Bücherpreis für Malka Mai (2002) und der Deutsche Bücherpreis für ihr literarisches Lebenswerk.

1983 bot man ihr die Bearbeitung einer Rohübersetzung aus dem Niederländischen an. Obwohl sie der Sprache, nach eigener Auskunft, bis dahin nicht mächtig gewesen war, machte sie sich mit dem Wörterbuch in der Hand an die Arbeit. Seitdem sie mit ihrer Übersetzung von Anton Quintanas Paviankönig 1985 auf der Auswahlliste zum Deutschen Jugendliteraturpreis stand, sind viele weitere Auszeichnungen für ihre Übersetzertätigkeit hinzugekommen. 1986 und 1988 wurde sie als Übersetzerin zusammen mit den Autoren Els Pelgrom und Joke van der Leeuwen ausgezeichnet. 1991 stand sie sogar mit vier von ihr übersetzten Büchern auf der Nominierungsliste. Mirjam Pressler verstarb am 16. Januar 2019 im Alter von 78 Jahren.

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Els Pelgrom
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