19. März 2011

Symposium: Mehrsprachigkeit

Glücksfall oder Stolperstein für den Bildungserfolg?

Unter dem Motto "Sprachen öffnen Türen" forderte die Europäische Union vor zehn Jahren, dass möglichst alle jungen Menschen in Europa außer ihrer Muttersprache zwei weitere Sprachen sprechen sollten. Etwa zur gleichen Zeit erfuhren wir durch die Ergebnisse der PISA-Studie, dass die Lesekompetenz unserer Jugendlichen zu wünschen übrig ließ. Deutlich wurde auch, dass Kinder, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, in der Schule aufgrund mangelhafter Deutschkenntnisse oft scheitern. Was hat sich in den letzten Jahren getan?

Inzwischen bilden Kinder, für die Deutsch die Zweitsprache ist, an vielen Orten die Mehrheit der Schulanfänger. Englisch hat als erste Fremdsprache in die Grundschulen Einzug gehalten. Zweisprachige Kindergärten und Schulen sind im Vormarsch. Auf welchen wissenschaftlichen Erkenntnissen können wir aufbauen, um dem Ziel einer mehrsprachig kompetenten Gesellschaft näherzukommen? Welche Modelle bieten sich hierzu an?

Dabei geht es nicht nur um das Beherrschen der Sprachen, sondern auch um das Kennenlernen des kulturellen Hintergrundes, den jede Sprache hat. Dieser wird u.a. sichtbar in ihrer Kinderliteratur. Sie kann schon in früher Kindheit eine Brücke bauen zur sensiblen Wahrnehmung anderer Lebensweisen. Und sie kann die Freude am Lesen in mehreren Sprachen wecken, einer der wichtigsten Voraussetzungen für eine gelungene mehrsprachige Erziehung.


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Programm

10.30 Uhr

 
Meine, deine, unsere Sprache – Mehrsprachigkeit hat viele Gesichter
Begrüßung durch Regina Pantos, Vorsitzende des AKJ
10.45 Uhr


 

Mehrsprachigkeit als Bildungsressource
Dr. Gesa Siebert-Ott, Professorin für Sprachpädagogik und Sprachdidaktik am Fachbereich Sprach-, Literatur- und Medienwissenschaften der Universität Siegen
Zusammen mit Gabriele Kniffka Autorin des Buches Deutsch als Zweitsprache. Lehren und Lernen. StandardWissen Lehramt UTB (Schöningh 2009)
 

11.30 Uhr
 
Pause
 

11.45 Uhr


 

 

 

 

BEISPIELE AUS DER PRAXIS:

"Die staatliche Europaschule Berlin (SESB). Ein Erfolgsmodell für zweisprachige und interkulturelle Erziehung" – Erfahrungen aus der Regenbogen-Grundschule Berlin-Neukölln
Ilona Pohl, Koordinatorin der SESB Deutsch-Französisch in der Regenbogen-Grundschule Berlin-Neukölln (www.regenbogen-grundschule.de)

 

12.05 Uhr
 

 

 

 "Als aktive Lerner brauchen Kinder unterschiedliche Literatur – auch mehrsprachige!" – Ein Überblick über die mehrsprachige Kinderliteraturlandschaft aus Sicht der Verlage
Patricia Hahne-Wolter, Gründerin des SchauHoer Verlages, Vorsitzende des Netzwerkes Mehrsprachigkeit (www.verein-mehrsprachigkeit.de)

 

12.25 Uhr
 


 

"Die Welt zu Gast bei Freunden" – Wie eine Berliner Buchhandlung sich im Strukturwandel behauptet
Mariela Nagle, Internationale Kinderbuchhandlung Mundo Azul in Berlin (www.mundoazul.de)

 

12.45 Uhr
 
Diskussion mit den Referentinnen 
 


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Anmeldung

Hiermit melde ich mich verbindlich an zum

Symposium
Mehrsprachigkeit
Glücksfall oder Stolperstein für den Bildungserfolg?


am Samstag, den 19. März 2011, 10:30 bis 13:30 Uhr
auf der Leipziger Buchmesse im Congress Center Leipzig, Saal 4.

Ich nehme mit   Personen teil. *

Die Teilnahme am Symposium ist kostenlos.

 
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