25. März 2017, 10.30 bis 13.30 Uhr

Symposium: Hinterm Horizont geht's weiter

Kinderliteratur - Potenziale für interkulturelles Lernen

Im Zuge der großen Migrationsbewegungen und Globalisierungsprozesse ist unser Kultur- und Sprachraum fortwährenden Änderungs- und Durchmischungsvorgängen unterworfen. Wir leben in einer heterogenen Gesellschaft, in der kulturelle Zuschreibungen unscharf geworden sind.
In die Kinder- und Jugendliteratur haben diese Entwicklungen und kulturellen Verflechtungen Eingang gefunden, wobei Literatur immer auch durch die Auseinandersetzung mit dem Eigenen und Fremden bestimmt ist. Themen wie Flucht und Migration sowie mehrsprachige Medien scheinen im Trend zu liegen. Wie sind diese Angebote zu bewerten? Tragen sie zum kulturellen Austausch, zur Achtsamkeit und Wertschätzung, zum (sprachlichen) Verstehen und Verständnis füreinander bei? In welchen Zusammenhängen bietet sich ihr didaktischer Einsatz an?
 
Das Symposium widmet sich aus verschiedenen Perspektiven der inter- und transkulturellen Kinderliteratur. So sollen am Beispiel ausgewählter Werke kulturübergreifende und kulturspezifische Motive und Themen diskutiert werden. Dabei gilt es auch, die Potenziale für interkulturelles Lernen bei der Vermittlung von Literatur in Schule, Bibliothek, Buchhandel oder Jugendarbeit zu bedenken. Möglichkeiten zu didaktischen Inszenierungen in den verschiedenen Institutionen werden angesprochen. Aus Verlagssicht stellen sich Fragen zur literar-ästhetischen Qualität von mehrsprachiger und interkultureller Kinderliteratur. Welche Herausforderungen und Chancen zeigen sich bei der Auswahl der Bücher im Hinblick auf Themen und Inhalte, Sprachen und Übersetzungen sowie bildnerische Ausgestaltungen? Schließlich werden aus der persönlichen Perspektive einer geflüchteten Autorin die Bedeutung interkultureller Begegnungen und die Herausforderungen zur Sprache gebracht. Nicht zuletzt offenbart sich dadurch die Bedeutung von Literatur für die Entwicklung des eigenen Welt- und Selbstverständnisses.

Die Teilnahme am Symposium ist kostenlos.
 
Leitung: Prof. Dr. Karin Vach

Das Symposium findet mit Unterstützung der Leipziger Buchmesse statt.


Das Symposium "Hinterm Horizont geht's weiter" ist anerkannter Baustein zur Weiterbildung Lese- und Literaturpädagogik des Bundesverbandes Leseförderung.


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Programm

10.30 Uhr
 
Dr. Alexandra Ritter
Begrüßung
   
10.35 Uhr Prof. Dr. Karin Vach
Aktuelle Kinder- und Jugendliteratur und ihre Potenziale in einer kulturell heterogenen Gesellschaft
Einführung in das Symposium
   
10.50 Uhr
Lea Grimm
Das Vertraute im Fremden entdecken
Menschliche Grunderfahrungen in der interkulturellen Kinderliteratur
   
11.20 Uhr
Stephan Trudewind
Mehrsprachige Bilderbücher und interkulturelle Bildung
Können mehrsprachige Bilderbücher einen vermittelnden Beitrag in unserer heterogenen Gesellschaft leisten?
   
11.40 Uhr Pause
   
12.00 Uhr
Dr. Alexandra Ritter
Was ist los vor meiner Tür?
Kindern Geschichten aus aller Welt erfahrbar machen
   
12.20 Uhr Mehrnousch Zaeri-Esfahani
Als Deutsch noch nicht meine Zunge war – wie ich eine Bibliothek zu meiner Oase der Integration machte
Lesung und Erzählung
   
13.00 Uhr Podiumsrunde mit den Referenten
   
13.30 Uhr Ende der Veranstaltung

 


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Mitwirkende

Lea Grimm
Frankfurt a. M./Dortmund; wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Goethe-Universität Frankfurt a. M., Mitarbeiterin im Projekt Bildung und Sprache durch Schrift BiSS, Forschung an der TU Dortmund im Bereich inter- und transkulturelle Kinder- und Jugendliteratur.
 
Dr. Alexandra Ritter
Halle; wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Schulpädagogik und Grundschuldidaktik im Arbeitsbereich Deutsch der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Stellvertretende Vorsitzende des Arbeitskreises für Jugendliteratur.
 
Stephan Trudewind
Berlin/Alexandria (Ägypten); Verleger der Edition Orient mit Schwerpunkt zweisprachige Kinderbücher und Literatur aus dem Orient.
 
Prof. Dr. Karin Vach
Heidelberg; Professorin für Literaturdidaktik an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, Schwerpunkte in Lehre und Forschung: Bilderbücher, Kinder- und Jugendliteratur, literarisches Lernen und Leseförderung.
 
Mehrnousch Zaeri-Esfahani
Karlsruhe; Autorin (u.a. 33 Bogen und ein Teehaus, Peter Hammer Verlag), Sozialpädagogin und Referentin zur interkulturellen Öffnung. Sie flüchtete 1985 mit ihrer Familie aus dem Iran über Umwege nach Deutschland.

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Anmeldung

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HINTERM HORIZONT GEHT’S WEITER

Kinderliteratur – Potenziale für interkulturelles Lernen

LEIPZIGER BUCHMESSE:
Congress Center Messe Leipzig, Saal 4
Samstag, 25. März 2017, 10.30 bis 13.30 Uhr



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Das Symposium ist eine offene Veranstaltung, die Teilnahme ist kostenlos.

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