Wie ein gutes Buch hinterlassen die Literanauten Spuren

Vor fünf Jahren initiierte der Arbeitskreis für Jugendliteratur das Peer-to-Peer-Projekt „Literanauten überall“. Nun feierten die Literanauten in einer großen Abschlussveranstaltung das Projektende

„Vielen Dank für die tollen Erfahrungen und Eindrücke. Aber auch für die vielen tollen Menschen, die ich kennenlernen durfte. Diese Momente werde ich nie vergessen,denn es sind Momente für die Ewigkeit. Wir sind komplett unterschiedliche Menschen, aber uns alle verbindet eine Leidenschaft – Bücher!“, so resümiert es eine der 70 Jugendlichen, die am Wochenende vom 24. bis 26. November 2017 in der Jugendherberge Bad Hersfeld zum Abschlusstreffen der „Literanauten überall“ kamen. Mit 20 erwachsenen Begleitern aus zwölf verschiedenen Leseclubs, verteilt über sieben Bundesländer, waren sie der Einladung des Arbeitskreises für Jugendliteratur gefolgt und feierten nach fünf Jahren den Abschluss des Programms.
   
Es war ein „Best of“-Wochenende, das die Vielfalt der Literanauten-Projekte, das ehrenamtliche Engagement der beteiligten Kooperationspartner, die Kreativität und Talente der Jugendlichen, das hohe Potential der Referent*innen und den Reichtum, der in Büchern steckt, widerspiegelte. Auf dem Programm standen Projektpräsentationen der Jugendlichen, eine Ausstellung über „Die Zeit, die hinter uns liegt“, fünf verschiedene künstlerische Workshops, ein Besuch des Mitmach-Museums „Wortreich“ in Bad Hersfeld sowie eine Abschlussparty mit Bühnenpräsentationen im Buchcafé. Hier zeigten die Jugendlichen, was in ihnen steckt: Sie performten als Vorlesekünstler, inszenierten aktuelle Jugendbücher in einem Bookslam oder beeindruckten durch ihre selbst verfassten Texte beim Poetry Slam.
   
181 Projekte von Jugendlichen für Jugendliche sind in den letzten fünf Jahren entstanden, mit denen lesefreudige Jugendliche Gleichaltrige für die Welt der Bücher begeisterten. Über 5.000 Teilnehmer wurden mit diesen Maßnahmen erreicht, unter ihnen viele, für die Zugänge zu Kultur und Literatur nicht selbstverständlich sind. Bundesweit beteiligten sich 29 Leseclubs und ebenso viele Kooperationspartner aus Schule, Bibliothek, Jugendarbeit und Flüchtlingshilfe. Ermöglicht wurde die Finanzierung durch das auf fünf Jahre angelegte Förderprogramm „Kultur macht stark“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. In diesem Zeitraum ist es gelungen, ein wirksames Netzwerk an jugendlichen und erwachsenen Leseförderern aufzubauen, wegbereitende Impulse zu setzen und die partizipierenden Jugendlichen zu stärken.
   
„Durch das Projekt habe ich mich weiterentwickelt.“ „Ich habe mich viel mehr mit Büchern auseinandergesetzt und bin viel selbstbewusster geworden.“ „Wir sind als Gruppe mehr zusammengewachsen.“ – Mit diesen Aussagen reflektieren die Teilnehmer*innen ihre persönliche Entwicklung. Sie folgten ihrer Leidenschaft fürs Lesen und vertrauten in die Kraft der Literatur – wie nebenbei förderten sie auf diesem Weg Teilhabe und Bildungsgerechtigkeit und schlugen eine Brücke zwischen Kindern und Jugendlichen unterschiedlicher sozialer Herkunft. Wie ein gutes Buch haben die Literanauten ihre Spuren hinterlassen und werden auch nach Projektende noch weiterwirken.
   
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Für weitere Informationen stehe ich gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen,

Bettina Neu
Tel. (089) 45 80 80 87
E-Mail: presse@jugendliteratur.org
   
   

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