Literanauten überall

Der Arbeitskreis für Jugendliteratur beteiligt sich am Fördervorhaben „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) mit einem Leseförderungsprojekt von Jugendlichen für Jugendliche. Die Förderung von Bildungsbündnissen durch die Bundesregierung hat 2013 begonnen und erfolgt bis Ende des Jahres 2017. Insgesamt stellt das BMBF über die fünf Jahre bis zu 230 Millionen Euro für kulturelle Bildungsangebote zur Verfügung. Die „Literanauten überall“ sind eine von 34 Initiativen bzw. Verbänden, die von einer unabhängigen Jury ausgewählt wurden.

Was will die Initiative „Literanauten überall“? 
Lesen ist eine Schlüsselkompetenz, die die Bildungskarriere maßgeblich bestimmt und damit wesentlicher Bestandteil kultureller Bildung. Auch in unserer digitalen Welt ist es das elementare Medium des Lernens. Lesen wirkt darüber hinaus auf das Selbstkonzept, gibt Anlass zum sozialen Austausch und generiert Anschlusskommunikation. Lesen ist der Schlüssel zur Literatur, und die dient einerseits als gesellschaftliches Gedächtnis und eröffnet andererseits neue Welten.
Jugendliche, die gerne lesen oder sogar in einem Leseclub aktiv sind, konnten all diese Erfahrungen bereits selbst machen. Aber nicht allen Jugendlichen stehen die Türen zu diesen Universen offen, z.B. weil sie nicht über ausreichende Lesefähigkeit verfügen, keinen Zugang zu Büchern haben oder aus einem Umfeld kommen, in dem Lesen keine Wertschätzung erfährt. Die Inititiative „Literanauten überall“ möchte hier eine Brücke bauen: Lesebegeisterte Jugendliche sollen aktiv werden und Maßnahmen entwickeln, die auch Jugendliche ansprechen, die bisher wenig Berührungspunkte mit Literatur hatten. Die Wege, um auf Bücher neugierig zu machen und Leselust zu teilen, sind dabei so vielfältig wie die Leseclubs, die sich mit ihren Ideen an der Initiative beteiligen.
 
Bundesweit sind verschiedene Jugendliteraturgruppen seit dem Sommer 2013 als Literanauten aktiv. Mit Unterstützung des Arbeistkreises für Jugendliteratur gründen sie in ihrer Region ein lokales Bildungsbündnis fürs Lesen. Hierzu kooperieren sie vor Ort mit einer weiteren Einrichtung, wie z.B. Bibliotheken, Jugendkulturzentren, Kirchengemeinden oder dem Kiezcafé und organisieren Literaturveranstaltungen von Jugendlichen für Jugendliche.
 
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