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Graham Gardner
Im Schatten der Wächter
Aus dem Englischen von Alexandra Ernst
Verlag Freies Geistesleben
ISBN 3-7725-2251-3
€ 14.50 (D), € 15.00 (A), sFr 26.20
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Jurybegründung
Der Zweck der Verfolgung ist die Verfolgung. Der Zweck der
Folter ist die Folter. Der Zweck der Macht ist die Macht.“
(George Orwell, 1984)
Das ist das Motto für Richard, den Anführer der „Wächter“, denen
es Spaß bereitet, Macht über Mitschüler zu besitzen, diese zu bestrafen
und zu terrorisieren. Die Wächter bedienen sich dazu einer
Gruppe von Handlangern, zu denen der 15-jährige Elliot gehört. Elliot
war an seiner alten Schule drei Jahre das Opfer, er wurde gequält,
verfolgt und geschlagen. An seiner neuen Schule erfindet er einen
neuen Elliot, der sich cool, kaltblütig und abgebrüht gibt und schließlich
zum Auserwählten der Wächter-Bande aufsteigt. Die neue Identität
ohne Ecken und Kanten wird Elliot zur zweiten Natur. Durch die
Begegnung mit Louise und Ben muss Elliot jedoch verschiedene Identitäten
aufbauen und gerät immer mehr in Konflikt mit seiner neuen
Rolle, bis er schließlich seine schreckliche Angst überwindet und den
Sinn der Worte aus 1984 begreift: „Aus freiem Willen tritt er dem System
entgegen. Er gehorcht seinem wahren Glauben und riskiert alles.
Und damit befreit er
sich selbst ...“
In seinem ersten
Roman gelingt es
Graham Gardner, die
Wandlungen der Hauptfigur
überzeugend und
glaubwürdig darzustellen.
Die Geschichte
wird temporeich,
kühl, spannend, dicht,
fesselnd und schonungslos
offen erzählt.
- Ab 13
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| AUTOR |
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Graham Gardner
ist wissenschaftlicher
Autor und Forscher auf
dem Gebiet Soziale und
Politische Geografie an
der University of
Wales/Aberystwyth.
Er ist außerdem leidenschaftlicher
Musiker
und spielt Rock und
Klassik auf dem Klavier. © Foto: Orion Children's Books, London
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| ÜBERSETZERIN |
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Alexandra Ernst,
1965 geboren, studierte
Literaturwissenschaft
und arbeitete als
Rezensentin für das
ESELSOHR sowie als
Presse- und Werbeleiterin
in einem Verlag.
Seit 2000 übersetzt
sie historische Romane,
Fantasy und Jugendliteratur
aus dem
Englischen. © Foto: Katja Theiß
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