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Pressler, Mirjam
Malka Mai
Beltz & Gelberg
ISBN 3-407-80879-8
Euro 14,90 (D), Euro 15,40 (A), sFr 27,20
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Jurybegründung
Im September 1943 beginnen die Deutschen im besetzten Polen auch an der ungarischen Grenze mit der Deportation der jüdischen Bevölkerung. Die Ärztin Hanna Mai versucht mit ihren Töchtern nach Ungarn zu fliehen, muss aber schon bald die 8-jährige Malka krank bei einem ungarischen Bauern zurücklassen. Malka wird nach kurzer Zeit alleine ausgesetzt, kehrt nach Polen zurück, irrt durch verschiedene polnische Ghettos und muss dort immer wieder miterleben, wie alle ihr vertrauten Menschen deportiert werden. Hanna Mai versucht ihre Tochter wiederzufinden, Malka aber verdrängt die Mutter zunehmend aus ihrem Bewusstsein.
Mirjam Pressler erzählt auf ebenso kunstvolle wie einzigartige Weise vom fortschreitenden Identitätsverlust eines Kindes, das auf die Schrecken der Verfolgung nur mit Vergessen reagieren kann. Dass die psychischen Folgen der Schoah gerade für die betroffenen Kinder oftmals nicht weniger schlimm waren als die äußeren Ereignisse, wird in Mirjam Presslers Roman Malka Mai eindrucksvoll dargestellt. - Ab 12
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| AUTORIN |
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Mirjam Pressler,
geboren 1940 in Darmstadt, besuchte die Hochschule für Bildende Künste in Frankfurt am Main und lebt heute als freie Schriftstellerin und Übersetzerin in der Nähe von München. Für ihre Bücher erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen: den Volkacher Taler und die Carl-Zuckmayer-Medaille, 1994 den Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises für ihr Gesamtwerk als Übersetzerin.
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