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Jurybegründung
Frustrierte Mutter, durchgedrehte ältere Schwester, emotional verkümmerter Vater - die 15-jährige Ich-Erzählerin Lelle erlebt und beobachtet den ganz normalen Wahnsinn ihres familiären Alltags. Hinzu kommen die Widrigkeiten und Tücken der eigenen Pubertät, zu der Anfälle von Magersucht und ein gleichermaßen von Nähe und Hass geprägtes Verhältnis zu den Eltern gehören. Aber dann tritt der Nachbarsjunge Arthur auf den Plan, den die Mutter sogleich für einen Stricher hält; für Lelle ist er jedoch der Märchenprinz hoch zu Moped, der sie aus der Tristesse ihres Familienlebens erlösen soll. Sie träumt sich in seine Arme, und am Ende hat sie einfach Glück. Auf zugleich sarkastische, ironische und humorvolle Weise werden die Befindlichkeiten eines heranwachsenden Mädchens in all seinen Widersprüchlichkeiten in Szene gesetzt. Mit sprachlich überzeugenden Mitteln gestaltet die Autorin einen Mikrokosmos bundesdeutschen Alltags, gegen den die Protagonistin ebenso opponiert wie sie von ihm geprägt ist. - Ab 14
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Alexa Hennig von Lange,
geboren 1973 in Hannover, gewann bereits im Alter von 13 Jahren den NDR-Schreibwettbewerb "Kinder schreiben für Kinder". Sie arbeitet als Moderatorin, Drehbuch- und Theaterautorin. Nach ihrem Debüt Relax ist Ich habe einfach Glück ihr dritter Roman. Neben Erzählungen in verschiedenen Sammelbänden erscheinen von ihr auch regelmäßig Beiträge und Kolumnen im Spiegel, der Brigitte und im Playboy. Seit 1999 ist sie Mutter und lebt in Berlin.
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