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Härtling, Peter
Reise gegen den Wind
Wie Primel das Ende des Krieges erlebt
Beltz & Gelberg
ISBN 3-407-79814-8
DM 24,80/sFr 23,20/öS 181,00/EUR 12,40
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Jurybegründung
Sommer 1945, der Krieg ist gerade zu Ende, der Frieden hat noch nicht ganz begonnen. Die österreichische
Grenzstadt Laa an der Thaya ist für viele Flüchtlinge nur Zwischenstation, doch keiner weiß, wann endlich
der nächste Zug nach Wien kommen wird und wer mitfahren darf. So lange heißt es warten, in Kellern und
Ruinen notdürftig unterkommen und immer auf der Hut sein, vor plötzlichen Schusswechseln, vor Übergriffen
der Soldaten, vor zwielichtigen Gestalten des Schwarzmarkthandels und skrupellosen Wucherern. Das gilt auch
für die beiden Hauptfiguren, Bernd und seine Tante, die sich des Kriegswaisen angenommen hat. Peter
Härtling entwirft ein sehr plastisches Bild jener Stunde Null. Die autobiografische Nähe lässt einen
kurzen zeitgeschichtlichen Raum mit seiner eigentümlichen Atmosphäre lebendig werden. In einer sehr
klaren, mitunter lakonischen Sprache scheint die prekäre psychische Lage des jungen Helden auf. Vor
allem mit den Figuren der Erwachsenen hat der Autor seinem Werk weitere markante Charaktere hinzugefügt.
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AUTOR
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Peter Härtling,
geboren 1933 in Chemnitz, lebt heute in Walldorf/Hessen. Er veröffentlichte Lyrik, Essays, Erzählungen
und Romane für Kinder und Erwachsene. Für sein kinderliterarisches Gesamtwerk erhält er den
Sonderpreis des deutschen Jugendliteraturpreises 2001.
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